Die Lesbenorganisation Schweiz (LOS) hat eine neue Geschäftsleitung

Ab dem 1. September ist die LOS neu organisiert

Für die deutsche Schweiz hat die LOS Anna Rosenwasser als neue Geschäftsleiterin angestellt. Sie wird zu 60 % die Medien und Kommunikationsarbeit übernehmen, sowie die Vertretung der LOS in der deutschsprachigen Schweiz

Barbara Lanthemann, bisherige Geschäftsleiterin, wird mit einem (20-30% Arbeits-pensum) für die Romandie tätig sein, damit wir die wichtigen Kontakte und Gremien weiterhin pflegen und nützen können.

Der italienische Teil ist heute schon durch Domenica Priore, co-Präsidentin der LOS, vertreten.

Beide Geschäftsleiterinnen werden eng zusammenarbeiten. Es ist uns wichtig, dass auch sprachliche Minderheiten in der Organisation ihre Stimme behalten.

Am 28. Oktober findet das Symposium der LOS statt. Das ist ein wichtiger Schritt für die Zukunft der LOS. Damir wir durch die Zusammenarbeit mit möglichst vielen Teilnehmenden die Zukunft der LOS gestalten und in Angriff nehmen können.

Ebenfalls wird die LOS an der European Lesbian Conference teilnehmen, die anfangs Oktober in Wien stattfindet.

Die LOS ist weiterhin politisch aktiv und wird in den nächsten Monaten und Jahren dafür sorgen, dass Gleichstellung für Lesben* eine Wirklichkeit wird, sei es mit der Öffnung der Zivilehe für alle, einer gleichgestellten Familienpolitik und ein tatsächlicher gesetzlicher Schutz gegen Diskriminierung, welcher auch Lesben* einbezieht.

Die neue Geschäftsleiterin der deutschen Schweiz stellt sich vor:

© Photo David Rosenthal

Mein Name ist Anna Rosenwasser, ich bin 27 Jahre alt und wohne in Zürich.

Meine Lohnarbeit der vergangenen neun Jahre war der Journalismus: Dort schrieb ich vorwiegend über Feminismus, Kultur und die Region Schaffhausen, in der ich im Übrigen aufgewachsen bin. Das Interesse am Thema Gender brachte mich zur LGBT-Jugendorganisation Milchjugend, wo ich mich in diversen Projekten sowie im Vorstand engagiere. Dieser Tage stecke ich zudem in den letzten Semestern meines Politologie-Studiums an der Universität Zürich.

Ein Teil der LOS sein will ich, um frauenliebende Frauen* sichtbar zu machen: In den Medien, in der Politik und in der Community. Wir mögen nicht hetero sein – aber dafür sind wir heterogen!

Die Geschäftsleiterin der Westschweiz bleibt im Amt:

© Photo R. Mudry

Seit 2008 bin ich bei der LOS beschäftigt.  Zuerst als Sekretärin für die Romandie, danach, seit dem 01.12.2012 als Geschäftsleiterin für die ganze Schweiz.

Mein politisches Engagement hat mich zum kantonalen Parlament geführt, wo ich seit vier Jahren als Abgeordnete tätig bin. Im November 2016 wurde ich als Präsidentin der SP Partei Unterwallis gewählt.

Geboren in 1965, wohnhaft im Unterwallis, bezeichne ich mich als Humanistin und Feministin. Lesbenrechte gehören ganz klar zu den Menschenrechten. Dass wir in der LGBT Community selber eine Minderheit sind und uns deswegen auch stark für die Gleichstellung einsetzen müssen, motiviert mich, mich weiterhin dafür zu engagieren, neue Generationen ins Boot zu holen, die Geschichte und die Zukunft der Lesben in der Schweiz im Auge zu behalten.

Mit Freude werde ich weiterhin die LOS in der Westschweiz vertreten und animieren,  zusammen mit der neuen GL darauf achten, dass innerhalb der LOS die Romandie vertreten bleibt.