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Families arc-en-ciel

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Kinder von homosexuellen Eltern wachsen normal und glücklich auf

Forscherinnen präsentieren erstmals in der Schweiz Studien zu Regenbogenfamilien

Kinder mit homosexuellen Eltern wachsen glücklich auf und entwickeln sich nicht anders als Kinder mit heterosexuellen Eltern. Dies haben wichtige Studien aus den USA und Deutschland ergeben, die am Freitag (07.06.13) an der Universität Zürich präsentiert wurden.

Eine Studie aus Deutschland zeigt darüber hinaus, dass Kinder in Regenbogenfamilien nicht unter Diskriminierung leiden. Eine Langzeitstudie aus den USA macht auch deutlich, dass das Rollenverhalten der Kinder in Familien mit zwei Müttern nicht beeinflusst wird. Auch dann nicht, wenn das Kind keinen regelmässigen Kontakt zu einem männlichen Vorbild hat.

Studien erstmals durch Forscherinnen persönlich präsentiert

An einer öffentlichen Tagung zu integrativer Bildungs- und Familienpolitik, die vom Dachverband Regenbogenfamilien organisiert wurde, wurden drei Studien vorgestellt. Es ist das erste Mal in der Schweiz, dass zu diesem Thema international angesehene Forscherinnen wissenschaftliche Ergebnisse persönlich präsentierten.

Eine Studie der University of Virginia konnte nachweisen, dass die Kinder von 56 Adoptivfamilien mit homosexuellen Eltern ebenso normal und glücklich aufwuchsen, wie die Kinder von 50 Adoptivfamilien mit heterosexuellen Eltern. Die Studie wurde 2010 publiziert und untersuchte 106 Familien mit lesbischen, schwulen oder heterosexuellen Eltern aus den USA, die alle ein Kind kurze Zeit nach dessen Geburt adoptiert hatten.

Zur Datenerhebung wurden Hausbesuche mit Eltern-Befragungen zu verschiedenen Themen wie Kindesverhalten, psychische Gesundheit und Erziehungsstil gemacht. Zudem wurde auch die Eltern-Kind-Interaktion beobachtet.

Gesunde Kinder mit homosexuellen Eltern

«Die Erziehung durch homosexuelle Eltern hat keine Auswirkungen auf die psychische Gesundheit der Kinder», erklärt Studienleiterin Charlotte J. Patterson, Professorin für Entwicklungspsychologie an der University of Virginia. Die Studie von Patterson knüpft damit an die Resultate von zwei weiteren Studien an, die ebenfalls an der Tagung präsentiert wurden und in zahlreichen anderen Studien bestätigt werden.

So zeigt die repräsentative BMJ-Studie aus Deutschland ebenfalls, dass es Kindern in Regenbogenfamilien gut geht. «Die BMJ-Studie ist besonders wichtig, da sie eine Aussage macht über alle in eingetragener Lebenspartnerschaft aufwachsenden Kinder in Deutschland», betont Elke Jansen, Leiterin des Projekts Regenbogenfamilien in Deutschland. Die Daten wurden zwischen 2006 und 2009 im Auftrag des Bundesministeriums der Justiz erhoben. Es wurden 767 Familien beziehungsweise 852 Kinder  befragt.

Eltern-Kind-Beziehung schützt vor Diskriminierung

In einer BMJ-Teilstudie, die im Jahr 2009 publiziert wurde, wurden 95 Kinder und Jugendliche zusätzlich zum Thema Diskriminierung befragt. Es zeigte sich, dass Diskriminierungen dank schützenden Faktoren in der Eltern-Kind-Beziehung praktisch folgenlos bleiben. Mehr als die Hälfte der Kinder erleben keine Diskriminierung (52%). Und 47% erfahren nur selten eine Diskriminierung. Wenn es zu Diskriminierungen kommt, finden diese hauptsächlich in den Schulen statt!

Kaum Beschimpfung oder Ausgrenzung

Jene Kinder und Jugendliche, die über Diskriminierungserfahrungen berichteten, wurden in 83% der Fälle selten oder nie beschimpft oder ausgeschlossen. 90% der Kinder und Jugendlichen erhielten selten oder nie Schläge angedroht. Nur drei Jugendliche gaben an, dass bei ihnen häufig Sachen beschädigt wurden. Und nur ein Jugendlicher berichtete, häufig erpresst worden zu sein.

Geschlechterrollen haben keinen Einfluss

Eine einzigartige Langzeitstudie aus den USA konnte sogar über den ganzen Lebensabschnitt vom Kleinkind bis zum jungen Erwachsenen zeigen, dass Kinder in Familien mit zwei Müttern normal und gesund aufwachsen. Und zwar unabhängig davon, ob ihnen aus dem Bekanntenkreis ein männliches Rollenmodell zugeführt wurde oder nicht. Auch das Rollenverhalten der Kinder (männliches oder weibliches Verhalten) wird nicht beeinflusst.

Die Tagung «All Families Matter» wurde organisiert vom Dachverband Regenbogenfamilien in Kooperation mit L-Punkt, z&h (LGBT-Vereine der Universität, ETH Zürich und Fachhochschulen im Kanton Zürich) und SOS Schweiz – Sexuelle Orientierung & Schule.


 
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Vielfältig und bunt wie ein Regenbogen: Broschüre und Fachtagung zu Regenbogenfamilien

Die traditionelle Mutter-Vater-Kind-Familie wird sowohl in den Medien als auch in der Schule noch immer oft als gesellschaftliche Norm angesehen. Doch die Realität der Familienformen ist um einiges vielfältiger. Das zeigt eine neue Informationsbroschüre des Dachverbands Regenbogenfamilien und der Fachstelle für Gleichstellung der Stadt Zürich, die pünktlich zum Start des Zurich Pride Festivals 2013 herauskommt.

Fachpersonen schätzen, dass in der Schweiz bis zu 30 000 Kinder in so genannten Regenbogenfamilien aufwachsen, in Familien also, in denen sich mindestens ein Elternteil als lesbisch, schwul, bisexuell oder trans* versteht. Kinder aus Regenbogenfamilien erleben oft, wie die traditionelle heterosexuelle Familie noch immer als gesellschaftliche Norm gilt – in Schulbüchern aber auch in den Medien. Die Lebensrealität von Kindern in Regenbogenfamilien wird selten dargestellt.

Informationen schaffen Respekt

Viele Diskriminierungen geschehen subtil. Menschen, die «anders» sind oder «anders» leben, werden oft nicht aus bösem Willen, sondern unbewusst ausgegrenzt. Meist nähren sich solche unbewusste Ausgrenzungen aus Unsicherheit, aus fehlendem Wissen. Genau dem will eine neue Informationsbroschüre des Dachverbands Regenbogenfamilien und der Fachstelle für Gleichstellung der Stadt Zürich entgegenwirken, indem sie die Lebensrealitäten von Kindern und Eltern aus Regenbogenfamilien sichtbar macht und für Fachpersonen Tipps und Informationen zu Regenbogenfamilien bereithält.

Fachtagung «All Families Matter»

Zeitgleich mit der Lancierung der Informationsbroschüre lädt der Dachverband Regenbogenfamilien am 7. Juni 2013 zur Fachtagung «All Families Matter». Mit persönlichen Berichten und Inputs zu rechtlichen Aspekten wird das Thema Regenbogenfamilien in seiner ganzen Vielfalt aufgegriffen: Renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wie Charlotte Patterson (USA), Henny Bos (NL), Udo Rauchfleisch (Basel) und Elke Jansen (D) liefern entwicklungspsychologische Grundlagen über Kinder, die in Regenbogenfamilien aufwachsen, die Fachtagung insgesamt gibt Denkanstösse für eine integrative Bildungs- und Familienpolitik.

Kinder schützen und stärken

Die Informationsbroschüre und die Fachtagung sollen Lehr- und Betreuungspersonen, KITA-Mitarbeitende, Fachpersonen aus der Jugend- und Familienarbeit und andere am Thema Interessierte für die Situation von Regenbogenfamilien sensibilisieren, damit Kinder, egal in welcher Familienkonstellation sie aufwachsen, geschützt und gestärkt werden. 

Hinweis an die Redaktion

Weitere Auskünfte erteilen:

Maria von Känel, Vizepräsidentin Dachverband Regenbogenfamilien, Telefon 079 611 06 71

Anja Derungs, Leiterin Fachstelle für Gleichstellung, Telefon 044 412 48 68

Informationsbroschüre in elektronischer Form:

Die Informationsbroschüre «Regenbogenfamilien. Eine Informationsbroschüre – nicht nur für Betreuungspersonen, Lehr- und Fachkräfte» stehen auf der Internetseite der Stadt Zürich (www.stadt-zuerich.ch/gleichstellung) und auf der Internetseite des Dachverbands Regenbogenfamilien (www.regenbogenfamilien.ch) in elektronischer Form zum Download zur Verfügung.

Weiterführende Informationen zur Fachtagung:

Die Fachtagung «All Families Matter. Vielfältige Familien bilden – Denkanstösse für eine integrative Bildungs- und Familienpolitik» findet am 7. Juni 2013 an der Universität Zürich statt. Weitere Informationen finden Sie unter www.fachtagung.allfamiliesmatter.ch.


 

International Family Equality Day

5. Mai 2013, 11:00 – 15:00, GZ Wollishofen, Bachstrasse 7, 8038 Zürich

Der Dachverband Regenbogenfamilien und Family Project laden zur gemeinsamen Feier des zweiten International Family Equality Day ein. Als Zeichen der Solidarität und zur Stärkung und Gleichstellung aller Familien findet zum zweitenmal am 5. Mai 2013 verschiedene Veranstaltungen in Europa, Kanada, Israel, Südamerika und den USA statt. Familien, Freunde und Interessierte, Fachpersonen aus Behörden und Institutionen sowie Politikerinnen und Politiker werden am 5. Mai 2013 um 11:00 Uhr zu einem Picknic am See im GZ Wollishofen in Zürich erwartet.

Regenbogenfamilien in der Schweiz erhalten Zuwachs, sind sichtbarer und werden in der Gesellschaft als Teil der gelebten Vielfalt von Familienformen zunehmend anerkannt. In Bezug auf die rechtliche Gleichstellung herrscht jedoch nach wie vor eine massive Ungleichbehandlung. Das bestehende Adoptionsverbot verunmöglicht eine Absicherung und bringt daher grosse Schutzlücken und Unsicherheiten in finanziellen und rechtlichen Bereichen mit sich. Es ist zu hoffen, dass die bestehenden Gesetzeslücken rasch geschlossen werden, wie dies Bundesrat und Parlament bereits empfohlen haben.

Noch prekärer zeigt sich die Situation in anderen Staaten der Welt, so beispielsweise in einigen osteuropäischen sowie in den meisten afrikanischen und asiatischen Staaten, wo gleichgeschlechtlich liebende Eltern und ihre Kinder versteckt leben müssen, weil sie sich andernfalls vor massiven Sanktionen gegen Leib und Leben fürchten müssten.

Vor dem Hintergrund dieser traurigen Tatsachen wurde im Juli 2011 am ersten internationalen Symposium von LGBT-Familienorganisationen beschlossen, einen offiziellen Tag für die Gleichstellung und Anerkennung aller Familienformen auszurufen. Seither finden jedes Jahr am ersten Sonntag im Mai weltweit verschiedene Veranstaltungen statt. Am International Family Equality Day wird die Vielfalt von Familienformen symbolisch aufgezeigt und die Solidarität unter den Familien gestärkt. Gleichzeitig wird an Vertreterinnen und Vertreter aus Behörden, Institutionen und Politik appelliert, sich für die Gleichstellung und Anerkennung aller Familien einzusetzen.

Informationen zu den Events finden sich unter: www.internationalfamilyequalityday.org

Weitere Auskünfte :

Maria von Känel (Vize-Präsidentin, Dachverband Regenbogenfamilien),
Natel : 079 611 06 71


   

Denkanstösse für eine integrative Bildungs- und Familienpolitik

In den Medien, in den Schulen und in der Politik werden die traditionelle Kernfamilie und eine heterosexuelle Lebensform immer wieder als gesellschaftliche Norm zum Vorbild genommen. Doch es gibt auch eine andere Realität. Lesbische, schwule und bisexuelle Menschen und Transmenschen, aber auch Kinder, die in Familien mit homosexuellen Eltern aufwachsen, erleben Familie anders. Eine Tagung gibt Denkanstösse für eine integrative Bildungs- und Familienpolitik.

Welchen Beitrag können Schulen und Politik leisten, damit die real existierenden, vielfältigen Familien- und Lebensformen in der Gesellschaft und auch im Gesetz adäquat berücksichtigt werden? Dieser Frage widmet sich eine öffentliche Fachtagung am 7. Juni 2013 in Zürich. Sie findet im Rahmen des Zurich Pride Festivals 2013 statt und steht ebenfalls unter dem Pride-Motto «All Families Matter».

Anforderungen an eine zeitgemässe Familienpolitik

Nach einem Grusswort von Regine Aeppli (Bildungsdirektorin Kanton Zürich) lädt Sandrine Cina (LGBT Youth) die Teilnehmenden der Tagung dazu ein, ihre eigenen Vorstellungen von Familien und Menschen mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen und Geschlechtsidentitäten zu reflektieren. Im Anschluss vermittelt Jacqueline Fehr (Nationalrätin SP, Vizepräsidentin Pro Familia Schweiz) den Status Quo und die Wunschvorstellung einer integrativen Familienpolitik. Im folgenden Podiumsgespräch, moderiert von Christina Caprez (Autorin «Familienbande – 15 Portraits»), berichten Menschen, die selbst ganz unterschiedliche Familienformen leben, über die Chancen und Herausforderungen im Alltag.

Forscherinnen präsentieren erstmals persönlich eigene Studien

Grundlagen zu psychologischen Aspekten und Kindesentwicklung von Kindern in Regenbogenfamilien liefern Charlotte Patterson (USA), Henny Bos (NL), Udo Rauchfleisch (emeritierter Professor für Psychologie) und Elke Jansen (Lesben- und Schwulenverband in Deutschland). Es ist das erste Mal in der Schweiz, dass zu diesem Thema wissenschaftliche Ergebnisse von Forscherinnen persönlich präsentiert werden!


Positionspapier sichert Resonanz der Tagung

Abgerundet wird die Fachtagung mit einem Podium zum Thema «Schule und Diversität». Die gesammelten Anforderungen an eine integrative Bildungs- und Familienpolitik werden in einem Positionspapier festgehalten.

Das detaillierte Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung bis am 31. Mai 2013 sind jetzt online unter http://www.allfamiliesmatter.ch. Die Tagung wird organisiert vom Dachverband Regenbogenfamilien in Kooperation mit L-Punkt, z&h (LGBT-Vereine der Universität, ETH Zürich und Fachhochschulen im Kanton Zürich) und der Fachgruppe LOS & Pinkc Cross SOS Schweiz – Sexuelle Orientierung & Schule.

Kontakt für LGBTIQ-Medien

Maria von Känel, Vize-Präsidentin Dachverband Regenbogenfamilien

E-Mail: info@regenbogenfamilien.ch

Telefon: 079/611 06 71

Freier Eintritt für Medienschaffende. Bei Voranmeldung besteht die Möglichkeit, mit den Referentinnen und Referenten Interviews zu führen.

Facts zur Fachtagung «All Families Matter» im Überblick

Ziele der Fachtagung

Die Teilnehmenden werden eingeladen, sich für eine integrative Bildungs- und Familienpolitik zu engagieren, indem sie sich in ihrem persönlichen Umfeld und im Kontakt mit Fachstellen, Behörden, schulischen Institutionen und politischen Instanzen für einen integrativen Ansatz einsetzen.

Zielgruppen

Die Fachtagung «All Families Matter» richtet sich an Lehr- und Betreuungspersonen, Fachpersonen von Jugend- und Familienberatungsstellen, Politikerinnen und Politiker und andere interessierte Personen.

Organisation

Die Fachtagung «All Families Matter» wird vom Dachverband Regenbogenfamilien in Kooperation mit L-Punkt und z&h (LGBT-Vereine der Universität, ETH Zürich und Fachhochschulen im Kanton Zürich) und der Fachgruppe LOS & Pink Cross, SOS Schweiz – Sexuelle Orientierung & Schule organisiert. Es werden insgesamt 200 Teilnehmende erwartet.

Die Fachtagung findet im Rahmen des Zurich Pride Festivals, dem grössten LGBT-Anlass in der Schweiz, statt. Das Festival steht dieses Jahr ebenfalls unter dem Motto «All Families Matter» und wird von mehreren 10'000 Teilnehmenden besucht. Der Dachverband Regenbogenfamilien ist politischer Partner des Zurich Pride Festivals 2013.

 

Kosten

Studierende/Lernende                                   freier Eintritt

MG Dachverband Regenbogenfamilien       Fr. 35.--

MG Partnerorganisationen                        Fr. 35.--

Andere                                                 Fr. 50.—

 

Ort

Universität Zürich, Rämistrasse 71, Hörsaal KOL-F-101

 

Programm/Anmeldung

www.allfamiliesmatter.ch

Anmeldeschluss online: 31. Mai 2013


 

Regenbogenfamilien Schweiz

Une plateforme d'échange pour les familles arc-en-ciel ou celles et ceux, qui souhaitent le devenir

 

http://regenbogenfamilien.forumieren.org/

 


   

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